Druckansicht - Mittwoch 23. August 2017
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Workshop "Kirchlicher Klimaschutz" mit vielen Beispielen, die gut funktionieren

(4.4.17) Top-ReferentInnen gaben an diesem ganztägigen Weiterbildungstag einen sehr guten Überblick über das breite Spektrum kirchlicher Umweltarbeit und über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit von politischer Gemeinde und Pfarrgemeinde. Die Themenpalette reichte von Schöpfungsspiritualität, Klimabündnispfarre, dem Umweltmanagement EMAS, klimafreundlichen (Pfarr)festen, ökosozialer Beschaffung, erneuerbarer Energie bis hin zu Autofasten.



 

 

Die 25 TeilnehmerInnen aus Pfarren und politischen Gemeinden aus der Steiermark und Niederösterreich konnten an diesem Tag viele gut funktionierende kirchliche Klimaschutzbeispiele kennenlernen.

 

Pfarrer Wolfgang Fank aus Dechantskirchen referierte zweifach: „Was ChristInnen antreibt, ökologisch zu handeln“ ist zum einen die Betroffenheit über Ungerechtigkeit und Not in der Welt, zum anderen der urchristliche Auftrag, das Leben in allen Formen zu fördern.

 

Im Referat „Energie und Klima in kirchlichen Gebäuden“ zeigte Pfarrer Fank die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik-Initiative von Dechantskirchen auf. Sie erschöpfte sich nicht im Bau von mehreren Anlagen, sondern engagierte sich auch politisch und in der Bildungsarbeit gegen Atomstrom und für erneuerbare Energie.

 

Thomas Resch aus der Pfarre Böhlerwerk (NÖ) zeigte die Schritte auf dem Weg zu einer Klimabündnispfarre auf; viel wurde in Gebäudedämmung und nachhaltige Energieversorgung investiert. Maria Knöbl aus Dechantskirchen schilderte den intensiven Prozess einer EMAS-Zertifizierung für Umweltmanagement. Beide waren sich einig: es braucht Konsequenz, einen langen Atem, und – vor allem – ein engagiertes Team!

 

Ebenfalls aus EMAS-Pfarren kamen Hans Preitler (Gratkorn) und Gabriele Fresner (Graz-Ragnitz), die einen weiten Bogen spannten: Eine ökosoziale Beschaffungsordnung, Fairtrade, Kostnixladen, ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln und das klimafreundliche Pfarrfest waren die lebendig präsentierten Bereiche. Ein Kurzfilm und Informationen über das Projekt „Autofasten“ durch Michaela Ziegler rundeten den intensiven Vormittag ab.

 

Der Nachmittag war dem Austausch, vor allem über die geplanten Projektarbeiten der TeilnehmerInnen gewidmet. Auch einige neu gewählte Umwelt-Pfarrgemeinderäte nahmen am Modul "Kirchlicher Umweltschutz" teil – sie gingen mit vielen Ideen und Anregungen beschenkt nach Hause.

Der Weiterbildungstag wurde von den kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs gemeinsam mit Klimabündnis Österreich veranstaltet und vom Innovationstopf der Diözese Graz-Seckau und von der Diözese St. Pölten gefördert. Sowohl Klimabündnis als auch kirchliche Umweltbeauftragte fanden den gemeinsamen Auftritt gelungen, eine Wiederholung ist durchaus möglich!
 

Programm 1.4. Workshop "Kirchlicher Klimaschutz"

Gesamtprogramm des Lehrgangs "Kommunale Klimaschutzbeauftragte"

 

(Hemma Opis-Pieber/ Anna Kirchengast, Fotos: Klimabündnis Steiermark)

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© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
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