Druckansicht - Mittwoch 13. Dezember 2017
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Welterschöpfungstag 2017

(2.8.17) Wir leben immer stärker auf Kosten unserer Erde. War der Welterschöpfungstag im Vorjahr ohnehin bereits am 8. August, ist dieser "Overshoot-"Tag heuer schon fast eine Woche früher.

Das Global Footprint Network berechnet jährlich die auf der Erde verfügbare Biokapazität - das Potenzial der Natur, die entnommenen Ressourcen zu erneuern und Schadstoffe abzubauen - und stellt es dem Ökologischen Fußabdruck (Footprint) gegenüber - dem Maß für die menschliche Inanspruchnahme der Naturleistungen.



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Ist die Beanspruchung größer als der Nachschub, spricht man von einem „Overshoot“ - der ökologischen Überschuldung. Somit lebt die Menschheit bereits weit über ihre Verhältnisse - sozusagen auf Öko-Pump, und beansprucht in einem Jahr so viele Ressourcen, dass es 1,6 Erden bedürfte, um diese nachhaltig bereit zu stellen.

Damit wurde die Gesamtleistung der Natur auf unserem Planeten im Jahr 2017 in etwas mehr als 7 Monaten aufgebraucht. Ab 03.08.2017 übersteigt der ökologische Fußabdruck der Menschheit die Biokapazität der Erde.

In Österreich war der global faire Anteil am Planeten bereits  im April aufgebraucht. Würde die gesamte Menschheit so ressourcenintensiv leben wie Herr und Frau Österreicher, wären drei Planeten von der Qualität der Erde erforderlich.

 

In der Enzyklika Laudato Si' ruf Papst Franziskus alle Menschen zur Bewahrung des gemeinsamen Hauses Erde aufg: "Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus [Erde] zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen (...) Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen." (LS 13)

 

Jeder einzelne kann selbst seinen täglichen Beitrag leisten, um die „Erschöpfung“ zu verlangsamen.

Link zum österreichischen Fußabdruck-Rechner - Ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft. Bestimmen Sie die Größe Ihres Fußabdruckes und entdecken Sie Möglichkeiten, die ökologische Übernutzung zu verringern.

 

 

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© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
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