Druckansicht - Samstag 19. August 2017
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Stellungnahme zum enttäuschenden Diesel-Gipfel

(3.8.17) "Mit ausgeklügelter Technik werden wir die Welt nicht retten", betonte Gerhartinger. Vielmehr brauche es konkrete Änderungen im persönlichen Mobilitätsverhalten. Konkret schlug er vor, auf das eigene Auto ganz zu verzichten und nach Alternativen zu suchen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmittel, diese Alternativen seien zukunftsfähig und dafür sollten das Fuß- und Radwegenetz und der öffentliche Verkehr ausgebaut werden.



Der Umweltbeauftragte der Erzdiözese Wien zum Ergebnis des Diesel-Gipfels: "Das Ergebnis ist für mich enttäuschend aber nicht überraschend. Es ist eine weit verbreitete Hoffnung, dass wir unsere Umweltprobleme (im welchen Bereich auch immer) mit besserer und effizienterer Technik lösen können. Diese Hoffnung ist durchaus verständlich, denn wenn die Technik alles löst, dann müssen wir Menschen unsere Gewohnheiten nicht (ver-)ändern. Viele Klimaexperten und auch ich sind der Auffassung, dass alleine ausgeklügelter Technik für das Lösen unserer Umweltprobleme nicht genügen wird und es einen Änderung des Lebensstil jedes/r einzelnen braucht, wie auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si' schreibt (vgl. LS 23, LS 206).

Wenn wir versuchen unser Mobilitätsverhalten zu ändern, dann schlage ich vor, auf das eigene Auto ganz zu verzichten und nach Alternativen zu suchen (zu Fuß gehen, Radfahren, öffentliche Verkehrsmittel). Diese gehören zu den Alternativen, die aus Sicht des Umweltbüros zukunftsfähig sind und dafür sollten die besten infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden: Fuß- und Radwegenetz, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel usw.

Mit der Aktion Autofasten (in der Fastenzeit), dem Sonntag 'Wir RADLn in die Kirche' am Sonntag in der europäischen Mobilitätswoche im September oder der Schienenwallfahrt (im Herbst) versucht das Umweltbüro Akzente in die Richtung zu setzen und Bewusstseinsbildung zu betreiben."

 

Markus Gerhartinger

Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien

 
Wir RADLn in die Kirche Sonntag, 17. September 2017 
Autofasten (Fastenzeit; am besten natürlich ganzjährig)
Schienenwallfahrt am 14. Oktober 2017 
 
Kathpress-Artikel
 
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© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
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