Druckansicht - Mittwoch 13. Dezember 2017
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Enzyklika und ihre Umsetzung
(9.11.17) Der Stand der Umsetzung der vor zwei Jahren von der österreichischen Bischofskonferenz beschlossenen Umweltziele waren Gegenstand der jüngsten

Herbstvollversammlung. Aus deren Protokoll: "Als erste Maßnahme haben sich die Diözesen dazu verpflichtet, 'nachhaltige Leitlinien' zu erarbeiten und zu beschließen. Das zweite Projekt betrifft die nötige Energiewende und das dritte Projekt zielt auf die Etablierung einer öko-soziale Beschaffungsordnung für die wirtschaftlichen Aktivitäten der Diözesen ab."



Weiterer Auszug aus der Pressemappe der Herbstvollversammlung:

 "Der Stand der Umsetzung dieser Projekte war Gegenstand der gegenwärtigen Beratungen der Bischöfe. Dabei hat sich gezeigt, dass alle Diözesen bereits konkrete Schritte gesetzt haben. In vier Diözesen wurden mittlerweile Nachhaltigkeitsleitlinien beschlossen und vier weitere Diözesen stehen kurz davor. Sie verstehen sich als Kompass und Korrektiv, um in allen Bereichen des diözesanen Wirkens den Aspekt der Schöpfungsverantwortung zu beachten. Drei Diözesen haben für ihre wirtschaftlichen Aktivitäten schon eine öko-soziale Beschaffungsordnung in Kraft gesetzt, in vier Diözesen sind die Arbeiten dafür bereits fortgeschritten. Im Blick auf die angestrebte Energiewende verfügt eine Diözese über eine klare Klimaschutz- und Energiestrategie, die auf eine Reduktion des Energiebedarfs und auf einen Umstieg auf erneuerbare Energien abzielt. In fünf Diözesen sind diese Ziele in Arbeit, in drei Diözesen hat man damit begonnen.

 

Ergänzt wird das kirchliche Engagement für Schöpfungsverantwortung durch zahlreiche Initiativen im Bereich der Bewusstseinsbildung. Besonders bedeutsam dabei ist die jährlich vom 1. September bis 4. Oktober von den christlichen Kirchen begangene 'Schöpfungszeit'. Papst Franziskus hat dazu festgelegt, dass der 1. September als 'Weltgebetstag für die Schöpfung' in der katholischen Kirche begangen wird. Daneben gibt es in vielen Pfarren 'Umwelt-Pfarrgemeinderäte' und konkrete Projekte wie beispielsweise die jährliche Aktion 'Autofasten'.

 

Diese und viele andere konkrete Maßnahmen sind notwendig, um gegen den sich immer deutlicher zeigenden Klimawandel vorzugehen. Vor allem Arme in südlicheren Ländern sind dadurch massenhaft in ihrer Existenz bedroht. Der nötige Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit nimmt daher vor allem reichere Staaten und ihre Bewohner in die Pflicht, die zudem größtenteils den Klimawandel mitverursachen. Daher erwarten viele zu Recht von der derzeitigen UN-Klimakonferenz in Bonn, dass die Staaten nachvollziehbare Aktivitäten zur Reduktion der Treibhausgase und zur Hilfe für benachteiligte Länder präsentieren. Das betrifft auch Österreich, wo die Treibhausgasemissionen zuletzt nicht abgenommen, sondern sogar um 3,2 Prozent zugenommen haben."  

(Presseerklärungen zur Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz 2017 )

 

Die kirchlichen Umweltbeauftragten sind auch weiterhin gern bereit, die Bischöfe bei der Umsetzung dieser Ökologie-Ziele nach besten Kräften zu unterstützen.

 

Mehr auf dieser Website zum Umsetzungsstand in den Diözesen bzgl.  nachhaltigen Leitlinien, Energiewende und öko-soziale Beschaffungsordnung.  

 

 

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© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
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