Druckansicht - Samstag 21. Oktober 2017
Übersicht
4.) Wie funktioniert es?
Umweltmanagement - die Elemente des Systems
Wenn eine Organisation ein Umweltmanagement gemäss der EMAS-Norm aufbauen will, müssen die folgenden Schritte durchgeführt und als Systemelemente dauerhaft verankert werden.

 

1. Umweltprüfung
Bei der ersten Umweltprüfung handelt es sich um eine interne Prüfung (Ist-Bestandsaufnahme), die mit Hilfe von Checklisten vorgenommen wird und alle relevanten Umweltwirkungen der Organisation untersucht und bewertet sowie Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt. Sie beinhaltet die Teile: Umwelt-, Leistungs-, Rechts- und Managementaudit.

 

2. Umweltpolitik
Die Umweltpolitik bildet den Rahmen und umfasst umweltorientierte Werte, strategische Gesamtziele und Handlungsgrundsätze, welche Orientierung für die mittel- bis langfristige Entwicklung in der Pfarrgemeinde geben.

 

3. Umweltprogramm
Basierend auf den Ergebnissen der ersten Umweltprüfung und vor dem Hintergrund der Umweltpolitik setzt sich die Organisation ein verbindliches Umweltprogramm: Konkrete Ziele und Maßnahmen werden definiert, Verantwortliche benannt, Fristen gesetzt und Ressourcen bereitgestellt.

 

4. Umweltmanagementsystem
Das Umweltmanagementsystem verankert den Umweltschutz in der Struktur der Organisation (Leitung, Vorstand, Pfarrgemeinderat, Auschüsse,...). Zuständigkeiten und Mitwirkungsrechte werden in einem Handbuch definiert. Die Funktionstüchtigkeit des Systems wird in einem internen Audit bewertet und die Ergebnisse der Leitung zur Entscheidung vorgelegt.

 

5. Umwelterklärung
Die Umwelterklärung informiert die interne und externe Öffentlichkeit über das Umweltengagement der jeweiligen Organisation. Sie enthält Angaben zu den Umweltschutzzielen und zur ersten Umweltprüfung, zum Umweltmanagementsystem sowie zum Umweltprogramm.

 

6. Validierung und Standortregistrierung
Ein Umweltgutachter prüft die Umwelterklärung und die anderen Bausteine des Umweltmanagements daraufhin, ob sie mit der Realität in der Organisation und mit den Anforderungen der EMAS-Verordnung übereinstimmen. Daraufhin kann die Einrichtung beantragen, in das EMAS-Standortregister eingetragen zu werden.

 

Dies sind alle Schritte zur Einführung des Umweltmanagements. Die Validierung ist aber nicht Schluss-, sondern lediglich Höhepunkt. In regelmäßigen Abständen werden in Umweltbetriebsprüfungen immer wieder die Ergebnisse und Bestandteile des Systems bewertet, um kontinuierlich Verbesserungen in den Prozess einbauen zu können.

 

Übersicht
© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
© 2016 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs