Druckansicht - Samstag 19. August 2017
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10 Jahre kirchliches Umweltmanagement

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Diözesen leisten wertvollen Beitrag zu Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung

 

Umweltminister Andrä Rupprechter und Diözesanbischof Alois Schwarz (Referatsbischof für Umwelt) würdigen bei „10 Jahre kirchliches Umweltmanagement“ den wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und der Lebensgrundlagen.

 

"Die Kirchen reden nicht nur von der Umwelt, sondern erweisen sich in konkreten Maßnahmen als Hüter und Bewahrer der Schöpfung",

sagte der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Umweltfragen zuständige Bischof Dr. Alois Schwarz bei der gemeinsamen Festveranstaltung anlässlich „10 Jahre kirchliches Umweltmanagement“ der Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirchen Österreichs gemeinsam mit dem Umweltministerium am 1. Dezember 2016 in Wien.

 

Es ist gut, dass es Regelwerke wie EMAS gibt, an denen man sich messen und orientieren kann. Neben den Leitbildern braucht es aber auch wieder mehr Vorbilder. Er sei dankbar für alle Initiativen in Richtung nachhaltiges Denken und Handeln und wünsche sich "einen konsequenten schöpfungsbewussten Lebensstil mit Vorbildcharakter, denn Klimawandel macht nicht halt an Landesgrenzen“, betonte Schwarz. Das umfasse das augenblickliche Fühlen, das Vorgehen und das augenblickliche Handeln.

 

Hemma Opis-Pieber, die Sprecherin der kirchlichen Umweltbeauftragten, betonte in ihren Grußworten, das Umweltarbeit immer Teamarbeit ist und bedanket sich bei DI Andreas Tschulik vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich für die gute Zusammenarbeit in den letzten zehn Jahren. Durch die Enzyklika Laudato si hat die kirchliche Umweltarbeit in Österreich „grünen Rückenwind“ aus Rom bekommen und ist in die Herzmitte des christlichen Glaubens gerückt. Durch die vielen kleine Schritte im Bereich Energieffizienz, Abfallvermeidung und nachhaltiger Mobilität bekommen die vielen schönen Worte einen „Sitz im Leben“ mitten im Alltag.

 

Bei der Festveranstaltung präsentierten Markus Gerhartinger und Ernst Sandriesser die vielen kleinen und großen Schritte von ca. 30 Pfarrgemeinden, Bildungshäusern, Schulen und Caritas-Einrichtungen. Neben der  Reduktion der CO2 Emissionen, der Umstellung auf öko-faire Beschaffung und der Entwicklung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten beeindrucken die kirchlichen EMAS- Einrichtungen vor allem durch die Vielzahl an bewusstseinsbildenen Maßnahmen durch Vorträge, Exkursionen und Projekte, wie die Schüler von St. Ursula Wien, die eine selbstgedrehte „SonderZIB Klimaschutz“ präsentierten. Dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit an der Glan wurde von Minister Rupprechter eine EMAS-Urkunde für vorbildliches Umweltmanagement überreicht.

 

 „Es geht um die Bewahrung der Lebensgrundlagen und der Lebenschancen für die künftigen Generationen. Mit ihrem Engagement wirken die Diözesen und die kirchlichen Einrichtungen aktiv am Klimaschutz mit“, sagte Umweltminister Andrä Rupprechter und verwies auf den engagierten Einsatz für die Nachhaltigkeit in den Diözesen. Dazu brauche es Personalität, also „Entscheidungen zu treffen zwischen Gut und Böse“, Solidarität, zu „wissen das es um das Gemeinwohl geht, wo keiner an den Rand der Gesellschaft gestellt wird“ und um Subsidiarität, „um die Stärkung der kleinsten Zellen wie der Familie“ sich verantwortlich zu sehen, sagte der Minister.

 

 

Weitere Bilder: ©BMLFUW Christopher Fuchs

 

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© 2017 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen & Evangelischen Kirche Österreichs
© 2016 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs