Druckansicht - Mittwoch 13. Dezember 2017
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Klimakiller Flugverkehr

Haben Sie gewußt, dass der Flugverkehr steuerlich extrem bevorteilt wird, obwohl er sicher zu einer der Umweltschädlichsten Fortbewegungsart auf der Welt gehört? Nur durch diese Steuervorteile ist es überhaupt möglich, dass Flugreisen so billig sind: Umweltschutzgruppieren und Verkehrsorganisationen fordern schon lange die Steuerbefreuung für Kersoin aufzugeben. Warum muss die Freiwillige Feuerwehr oder das Rote Kreuz Steuern für Benzin/Diesel zahlen, aber die (Ferien-)Reise mit dem Flugzeug ist steuerbefreit? 

Hier dazu eine Aussendung vom VCÖ (Verkehrsclub Österreich) und der Folder "Fliegen und Klima" vom Klimabündnis!

 

 



Teil 4: Unsere Gesundheit

 

Ob Fleisch gesund oder doch nicht gesund ist, ist überraschend vieldiskutiert. Überraschend deshalb, weil Vegetarier(innen) in großangelegte Vergleichsstudien mit Fleischesser(innen) regelmäßig besser abschneiden, siehe Kasten. In vielen dieser Studien werden zudem andere Einflussfaktoren auf die Gesundheit, wie Rauchen, Alkoholkonsum, Sportausübung, Alter, Geschlecht und sozialer Status berücksichtigt und statistisch aus dem Ergebnis herausgerechnet. Speziell Herz-Kreislauferkrankungen, verschiedenen Formen von Diabetes und Krebs und viele andere Zivilisationskrankheiten werden mit Fleischkonsum in Verbindung gebracht. Diese vergleichenden Studien wurden vorwiegend in Europa und den USA gemacht, gelten also zumindest für Wohlstandsländer wie Österreich.

Der (hohe) Konsum tierischer Lebensmittel wird mit folgenden Krankheiten in Zusammenhang gebracht:
  • Herz-/Kreislauferkrankungen (Oxford Studies, 7 Tage Adventistenstudie, Studien von ADA, Uni Gießen, Bundesgesundheitsamt Berlin, u.v.m.)
  • Dickdarmkrebs (American Cancer Society, Univ. Oxford, Univ. San Diego, Krebsforschungszentrum Heidelberg), Brustkrebs (Harvard Medical School), Prostatakrebs (PCRM, Washington DC), Magenkrebs (EPIC)
  • Osteoporose (!) (UC San Francisco, USDA-ARS)
  • Multiple Sklerose (CHRU Grenoble)
  • Gallensteine
  • Typ 2 Diabetes
  • Übergewicht
  • Allergien
  • Rheumatoide Arthritis (UUH Oslo)
Links zu Studien http://futurefood.org/globalbenefits/health_de.php
 

 

 

Zudem sind auch die größeren weltweiten Seuchen der letzten Jahrzehnte, die sog. Pandemien, wie die Vogelgrippe, Schweinegrippe, EHEC, BSE direkt oder indirekt aus der Massentierhaltung entstanden: Kein Wunder, leben dort doch: Milliarden Lebewesen dichtgedrängt in katastrophaler Haltung, was das Immunsystem der Tiere schwächt und Übertragungen von Krankheiten fördert. Wir wissen nicht, welche Pandemien wir uns in Zukunft in der Massentierhaltung heranzüchten, und ob und wann eine dabei sein wird, die auch beim Menschen zu Massensterben führt. Vielleicht passiert das morgen, vielleicht aber auch die nächsten hundert Jahre nicht. Ähnlich verhält es sich mit den Antibiotikaresistenzen aus der Massentierhaltung durch den massiven Einsatz von Antibiotika dort. Alles ein Spiel mit dem Feuer.

Aber auch hier und jetzt haben Tierprodukte diverse Auswirkungen auf unsere Gesundheit: Bakterielle Lebensmittelvergiftungen (mit Salmonellen, Campylobacter, Staphylokokken oder E. coli beispielsweise) sind zumeist auf Tierprodukte zurückzuführen, ist Ihnen das schon mal aufgefallen?

All die genannten Gefahren können durch eine vegetarische oder vegane Ernährung vermieden oder zumindest stark reduziert werden. Zudem bekommt unser Körper dann weit weniger von einigen schädlichen Inhaltsstoffen der Nahrung ab, wie Nahrungscholesterin, Arachidonsäure, Purine, gesättigte Fettsäuren, aber auch freie Radikale (Stichwort oxidativer Stress). Speziell eine vegane Ernährung reduziert die Zufuhr dieser für den Körper belastenden Stoffe.

Und wenn der Obst- und Gemüsenanteil, sowie der Rohkost- und Vollkornanteil in der Nahrung hoch ist, liefert eine vegetarische oder vegane Ernährung zudem noch ein Mehr an „guten" Inhaltsstoffen, also ein Plus an den Vitaminen C und E, an Ballaststoffen sowie an den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidativ, antibakteriell oder auch entzündungshemmend wirken und sogar die Bildung von Krebs hemmen können.

Trotz der massiven genannten Vorteile kann man sich natürlich auch vegetarisch und vegan schlecht und mangelhaft ernähren. Ein paar gute Tipps möchte ich Ihnen also nicht vorenthalten: Die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen wie Nüsse, Getreide oder Hülsenfrüchte hilft für eine optimale Eiweißversorgung mit allen essentiellen Aminosäuren. Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Zink sind interessant. Speziell bei veganer Ernährung sollte auf die Zufuhr von Vitamine B12 geachtet werden, z.B. durch Nahrungsergänzung oder Lebensmittel, in denen B12 zugesetzt ist. Zudem sollten alle Menschen in unseren Breiten auch auf ihr Vitamin D achten, letzteres speziell im Winter bei mangelndem Sonnenlicht, wenn wir auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen sind. Leinöl liefert die Omega-3-Fettsäuren Alpha-Linolensäure, und sollte am Speiseplan nicht fehlen, es ist jedoch nicht zum Erhitzen geeignet.

Im Rahmen einer Gesundheitsvorsorge-Untersuchung kann man in Österreich einmal pro Jahr einen kostenlosen Bluttest machen. Interessante Werte speziell für vegetarisch und vegan lebende Menschen sind dabei die Vitamine B12, D und Folsäure, sowie Kalzium, Eisen, der Eisenspeicher Ferritin und Zink, und des weiteren Homocystein (leider derzeit noch kostenpflichtig) und das HDL/LDL-Verhältnis. Sie denken jetzt vielleicht: „Oh, noch ein Termin mehr bei meinem Hausarzt!", aber vielleicht ersparen Sie sich damit mittelfristig Ihre anderen Arzttermine. Bei mir selbst ist das so, ich besuche meinen Hausarzt längst schon nur noch einmal jährlich - zur Gesundheitsvorsorge-Untersuchung.

 

Übersicht



Schöpfungszeit: Danke sagen - Sorge tragen

 

Tag der Schöpfung - Schöpfungszeit

Seit 1989 wird in den orthodoxen Kirchen am 1.9. der „Tag der Schöpfung" gefeiert, um dem Wunder der Erschaffung der Welt sozusagen liturgisch „Raum zu geben". Er geht auf eine Initiative des orthodoxen Patriarchen Dimitrios I. von Konstantinopel zurück.

Die anderen christlichen Kirchen haben sich aus pragmatischen Überlegungen für eine Schöpfungs"zeit" zwischen 1. September und dem Festtag des Hl. Franziskus (u.a. Patron der Umweltschützer/innen) am 4. Oktober entschieden.

Die Kirchen wollen damit ein Zeichen für die Wahrnehmung von Umweltproblemen und den bewussten Umgang mit der Schöpfung setzen. Der „Schöpfungstag" soll gleichzeitig dazu ermutigen, konkrete Schritte zur Bewahrung der Schöpfung einzuüben, sowie bisher geleistetes Engagement fortzusetzen und zu verstärken.

 

Auch in Österreich gab und gibt es immer wieder Schöpfungsfeiern, oft in ökumenischer Gemeinschaft. Jede Pfarre ist herzlich eingeladen, die Schöpfung zu feiern, auch wenn sich vor Ort keine ökumenischen Möglichkeiten anbieten sollten. Die Umwelt-Pfarrgemeinderäte sind bei der Gestaltung gerne behilflich.

 

Danke sagen - Sorge tragen

Die Verbindung mit dem Erntedankfest liegt auch zeitlich nahe, füllt das Anliegen aber nicht ganz aus. Es geht auch um eine Verankerung in der Liturgie - zuvor aber ganz wichtig im Bewusstsein der Gläubigen:

Ich lebe! Ich habe zu essen und zu trinken; ich habe die Freiheit und die Kraft, mein Leben zu gestalten; ich liebe/ bin eingebettet in Beziehungen, ich wurzele in Gottes guter Schöpfung - all das ist nicht selbstverständlich.

Im Wahrnehmen all dessen, was wunderbar und staunenswert ist, erkennen wir auch die Verletzlichkeit der Schöpfung und unsere Verantwortung dafür. Für all das sollen und können wir uns in der Schöpfungszeit bewusst Zeit nehmen.

 

AutoFrei zur Kirche

Am 22. September wird jedes Jahr der Europäische Autofreie Tag gefeiert. Heuer fällt dieser Tag auf einen Sonntag. Es bietet sich daher an, dieses Jahr bewusst einen gemeinsamen KirchGANG anzuregen oder autofrei zur Kirche zu kommen. Viele Pfarren führen an diesem Tag dann die Segnung von Rädern, Scootern oder Kinderwägen durch. Predigt zum Autofreien Sonntag 

Für weitere Informationen zur Schöpfungszeit wenden Sie sich bitte an die diözesanen Umweltbeauftragten.

 

 

 

Veranstaltungen 2013

 

Tag der Schöpfung 2013 - Graz, 2. September

 

Wie Lernen (nachhaltig) die Welt verändert - Innsbruck, 5. September

 

Ausflug in der Schöpfungszeit - Weinviertel, 14. September

 

Nur noch kurz die Welt retten  - Villach, 16. September

 

Über die Grenzen - Innsbruck, 19. September

 

Wovon das Herz voll ist - Innsbruck, 1. Oktober

 

Wir haben genug! Für alle! Wie teuer sind uns billige Lebensmittel? - Linz, 1. Okober

 

Risikofaktor Mensch - Wien, 2. Oktober

 

Was keiner wagt, das tut! - Innsbruck, 2. Oktober

 

theologische Umweltgespräche - Großrußbach, 4. Oktober

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beschaffungsordnungen
  

Ökofaire Beschaffung in der Diözese Graz-Seckau

Vieles ist schon gelungen! Von der Wiederverwertung des Büropapiers ReBlock, zumFrühjahrsputz-Büroflohmarkt und zur längeren Handynutzung...! Den aktuellen Zwischenstand finden sie hier.

 

Büro: ein Handbuch für die KollegInnen wurde mit einem großen Team geschrieben. Der Beschaffungsdienstleister "HandOver" wird ökofaire Büroartikel in einem besonderen „Warenkorb“ zusammenzustellen. Die jeweiligen Lieferanten verpflichten sich zur Einhaltung der von der Diözese vorgegebenen Kriterien. Der gesamte Schriftverkehrt (Kuverts und Druckerpapier) des Ordinariats wird auf chlorfrei gebleichtes 100%-Recyclingpapier umgestellt.

Im Diözesanrat wurde beschlossen:

• Verwendung fair gehandelten Kaffees
• Keine Plastikflaschen
• Bildung von Fahrgemeinschaften
• Vegetarische Alternativgerichte bei Veranstaltungen
• Schöpfungsverantwortung im Pfarrgemeinderat

Neues Beschaffungshandbuch und aktuelle Infos zur nachhaltigen Beschaffung in der Diözese Graz-Seckau finden Sie hier
Weitere Tipps der Diözese Graz-Seckau
- zu nachhaltigem Einkaufen hier
- zu Papier und Druck hier 
 
Marktplatz Fairer Einkauf und Beispiel Beschaffungshandbuch Pfarre Gratkorn finden Sie  hier.
 
 
 
Empfehlenswerte weitere Links:
 
Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen, herausgegeben von der Evangelischen Kirche Westfalen 

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